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+++ Autobahn-Abseilaktion über der A20 witterungsbedingt verschoben +++

Autobahn-Abseilaktion am 30. Januar 2022 bei Tribsees verschoben:
Protestgruppe nimmt Rücksicht auf vorliegende Sturmwarnungen

Pressemitteilung vom 29. Januar 2022, 14:00 Uhr

Parallel zu anderen Aktionen bundesweit plante auch die Gruppe Bahnhof Tribsees aus Vorpommern eine Protestaktion gegen den Ausbau von Straßennetzen. Dafür sollten sich am Sonntag, dem 30. Januar 2022 Aktivist:innen mit Spruchbändern über der A20 bei Tribsees (nahe der Baustelle der Trebeltalbrücke) abseilen. Diese musste aufgrund des angekündigten Sturmes in der Region leider verschoben werden.

Forderungen bleiben aktuell
Weiterhin fordert die Gruppe eine sofortige Verkehrswende, Schienenausbau in Mecklenburg-Vorpommern und ein Ende der unangemessenen Kriminalisierung ihrer Aktionsform. „Der angekündigte Sturm zwingt uns leider, die Aktion abzusagen. Die Sicherheit aller Beteiligten steht für uns im Vordergrund. Trotzdem wissen wir, dass unsere Anliegen richtig und wichtig sind. Daher werden wir die Aktion zeitnah stattfinden lassen und schauen, ob wir andere Formen finden, auch an diesem Wochenende noch aktiv zu werden.“ sagt Kim aus der Aktionsgruppe.
Der motorisierte Individualverkehr treibt mit seinen massiven Emissionen und Flächenversiegelungen die Klimakrise entscheidend voran.
Nichtsdestotrotz flossen Deutschlands Infrastruktur-Investitionen laut der „Allianz pro Schiene“ im Jahr 2019 zu über 50% in den Ausbau und Erhalt von Fernstraßen. *
Die Verkehrswende ist demnach ein notweniger und längst überfälliger Schritt gegen eine weitere Belastung des Klimas.

Bundesweite Abseilaktionen erfolgreich
Weitere, ähnliche Aktionen in anderen Teilen Deutschlands haben in den letzten Tagen stattgefunden und das Anliegen der Gruppe bestätigt. So wurde zum Beispiel in Frankfurt über der A648 mit Abseilaktionen erfolgreich protestiert und über der A7 bei Fulda.
Es hat sich also schon gezeigt: Abseilaktionen sind legal und vom Versammlungsrecht Art. 8 GG gedeckt. Die Gruppe wird die Aktion nachholen und damit noch einmal betonen, dass gerade Autobahnen genau der richtige Ort sind, um gegen ineffiziente Gütertransporte, ungezügelte Raserei, vermeidbaren CO₂-Ausstoß und tödliche Unfälle zu protestieren.
Die Prozesse zu den Abseilaktionen im Zuge der Rodung des Dannenröder Waldes, die am 1. Februar in Frankfurt stattfinden sollten, wurden allerdings ebenfalls abgesagt. Offizieller Grund dafür ist die aktuelle Pandemielage. Jedoch könnte auch die Aussagekraft der vergangenen Aktionen dazu geführt haben, dass die Anklage wenig in der Hand haben wird, diese Menschen zu verurteilen.

Quelle:

Die Aktionsgruppe ist in den nächsten Tagen weiterhin für Rückfragen ansprechbar.
schriftlich via: bahnhof-tribsees [aht] systemausfall.org
Pressemitteilung auch zu finden unter: https://stadtimpuls.org/ClimateJustice/

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